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Die Firmengeschichte

Die „Eisenverwertung Carl J. Weiler & Co. GmbH“ wurde am 8. Januar 1951 gegründet. Der Gesellschaftszweck war die Verarbeitung und Bearbeitung von Drahterzeugnissen, Eisen und Blechen, sowie der Handel mit allen Walzeisensorten und Schrott und die Beteiligung an ähnlichen Unternehmen.

Gleichzeitig wurde die „Eisenverwertung & Stahlrohrbau GmbH“ gegründet, deren Gesellschaftszweck zu Beginn die Erstellung und Verwertung von Stahlrohrkonstruktionen, insbesondere die Errichtung und Vermietung von Stahlrohrgerüsten und Tribünen, der Handel mit Rohren und Kupplungen für Stahlrohrgerüste sowie die Beteiligung an ähnlich gerichteten Unternehmen war. In 1956 erfolgte die Umfirmierung der GmbH in „Carl J. Weiler Eisen & Stahl GmbH“.


Geschäftsführer der Unternehmen war Herr Carl J. Weiler. Sitz beider Gesellschaften war der Poller Kirchweg 4 im Köln- Deutzer Hafen, die Lagerhaltung wurde in Deutz und in Siegburg, auf dem heutigen Gelände der Siegwerke, durchgeführt.

Ab 1. Januar 1955 wurde eine Grundstücksfläche von 3.600 qm im Deutzer Rheinhafen an der damaligen Rheinallee (Alfred-Schütte-Allee) angemietet und das Lager in Siegburg nach Köln verlegt. Für den Transport der Waren von den Lieferanten zum Lager und vom Lager zu den Kunden konnten von diesem Zeitpunkt an Wasser, Gleis und Straße genutzt werden.

Diese Möglichkeit bot auch der Poller Kirchweg 8-10, an dem 1955/56 eine Lagerhalle mit Krananlage errichtet wurde, und sich seit 1956 der Sitz des Unternehmens befindet.

1959 wurde die „Eisenverwertung Carl J. Weiler & Co. GmbH“ aufgrund des Gesetzes über die Umwandlung von Kapitalgesellschaften und bergrechtlichen Gewerkschaften vom 12. November 1956 in eine Kommanditgesellschaft, die „Carl J. Weiler KG“, umgewandelt.

1960 wurde Frau Dr. Gudrun Lassen, geb. Weiler, in die Geschäftsführung der Unternehmen berufen.

1961 schied Herr Weiler aus der Geschäftsführung aus, und Herr Hans Miebach trat als Geschäftsführer in die „Carl J. Weiler Eisen & Stahl GmbH“ ein.

Die Fusion der „Carl J. Weiler KG“ mit der „Carl J. Weiler Eisen & Stahl GmbH“ wurde im Jahre 1962 vollzogen.

Infolge der gewonnenen Erkenntnisse in den vorangegangenen Jahren erfolgten 1961 die Aufgabe der Handelsaktivitäten im Baustahlmattenbereich und die Einschränkung im Handel mit Betonstahl. Die Ziele des Familienunternehmens wurden zugunsten einer Spezialisierung im Halbzeugsektor grundsätzlich neu formuliert. Stabstahl und Stückbleche wurden verstärkt für den Einsatz in Schmieden und Flanschbetrieben eingekauft. Der Handel mit Profilwalzwerken ohne eigene Stahlbasis konnte ebenfalls forciert werden.

Im Verlaufe der 60er Jahre wurde die Spezialisierung im Halbzeugsektor durch Erweiterung der Produktpalette vorangetrieben. Es wurden Knüppel, Vorblöcke, Vorbrammen, Brammen, Bleche und Draht innerhalb der Montanunion gehandelt.

Seit der Umwandlung der GmbH vom 1. Juni 1972 in eine Kommanditgesellschaft ist der Gegenstand des Unternehmens der Handel mit allen Walzwerkserzeugnissen, insbesondere Halbzeug, und die Verarbeitung und Bearbeitung von Drahterzeugnissen, Stahl und Blechen.

1973 konnte durch die Erweiterung des Lagerplatzes um das Grundstück Alfred-Schütte-Allee 16 die Lagerplatzkapazität um 10.000 qm vergrößert werden. Eine moderne Brückenkrananlage mit zwei Brückenkränen und einer Auslage von 50 Metern über dem Hafenbecken wurde errichtet. Die Kräne haben eine maximale Hubkraft von 42 und 16 Tonnen.

Im Jahre 1983 wurde die Platzkapazität nochmals um 10.000 qm durch den Ankauf des Grundstücks Alfred-Schütte-Allee 12 erweitert. Auf diesem Lager errichtete die
„Carl J. Weiler Eisen & Stahl KG“ eine Portalkrananlage.

Im gleichen Jahr trat die „Lassen & Miebach Geschäftsführungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH“ als Komplementärin in die Kommanditgesellschaft ein. Seitdem firmiert das Unternehmen als „Carl J. Weiler Eisen & Stahl GmbH & Co. KG“. Geschäftsführer waren zunächst Frau Dr. Gudrun Lassen und Herr Hans Miebach. Herr Holger Lassen, der 1985 für Frau Dr. Lassen in die Geschäftsführung gewechselt war, verstarb im Jahre 1998.

In 1990 erfolgte die Umstellung der bis dahin nicht computergestützten Arbeit auf die elektronische Datenverarbeitung. Eine IBM AS/400 mit der Software Auftrags- und Bestellabwicklung, Bestandsführung und Kostenerfassung wurde installiert. Im gleichen Jahr erfolgte die Installation der Software für die Lohn- und Gehaltsbuchhaltung auf Personal Computer. Diese wurde 1992 durch die Software für die Finanzbuchhaltung erweitert.

Seit 1993 wird ein eigenes Außenbüro in Prag zur Anbahnung und Betreuung von Geschäften, vor allem mit Lieferanten, unterhalten.

Der Mitgesellschafter Thomas A. Miebach wurde 1995 in die Geschäftsführung berufen.

In 1998 erfolgte die Vertiefung der Anarbeitung und der bisherige Umschlag sowie die Lagerhaltung im Köln Deutzer Hafen entwickelte sich weiter zum Stahl-Service-Center (SSC), indem vor allem die Anarbeitungskapazität für das Quer- und Längsslitten von Brammen vergrößert wurde. Das Angebot des SSC wurde in 2002 durch die Anschaffung eines Schleifautomaten erweitert, mit dem Bandschleifarbeiten bei Lang- und Flachprodukten durchgeführt werden können. In 2003 wurde zur Steigerung der Produktivität und zur Erweiterung des anzuarbeitenden Produktspektrums die Investitionsentscheidung zur Neuanschaffung einer Brückenkrananlage mit einem Einzelhub von 65 t getroffen.

Parallel zur Entwicklung im Servicebereich wurde in 2002 und 2003 die EDV innerhalb eines Pilotprojektes „Ready to work for Steeltrading“ auf SAP umgestellt, wobei zunächst die Finanzbuchhaltung und dann das Warenwirtschaftssystem mit PPS eingerichtet wurden.

In 2005 wurde im SSC/Lager weiter investiert und eine 15 Brenner Portalbrennschneidanlage angeschafft. In 2006 wurde ein neuer Brückenkran mit 16 t Einzelhub in Betrieb genommen und die Brennkapazität mit einer sechsstrahligen Multisec Brennschneidmaschine erweitert.

Mit Ausscheiden des Gesellschafterstammes Lassen im Jahr 2007 firmierte die „Lassen und Miebach Geschäftsführungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH“ um in „Miebach Geschäftsführungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH“.

In den Jahren 2007/2008 wurden die Büro- und Sozialraummodule erneuert und dabei wesentlich erweitert, da die Beschäftigtenzahl seit 2003 von 12 Mitarbeitern kontinuierlich auf 29 Mitarbeiter ausgebaut werden konnte. Die Umschlagsleistung (Materialan- und auslieferung) konnte unabhängig von der Anarbeitungskapazität in diesen Jahren auf 404.000/474.000 t gesteigert werden.

Gleichzeitig wurde die Anschaffung eines neuen Brückenkranes mit 45 t Einzelhub als Ersatz für den Wilshaus Brückenkran durchgeführt.

Die Anarbeitungsmöglichkeiten wurden seit Mitte 2008 um das Richten unter Wärmeeinwirkung erweitert und ausgebaut. Gleichzeitig erfolgte die erneute Inbetriebnahme der vierstrahligen Multisec Brennschneidanlage. Die Komplettüberarbeitung mit einer Erhöhung der Krankapazität der Aumund Portalkrananlage um 3 t wurde ebenfalls entschieden und diese Entscheidung in 2009 umgesetzt.